Auf der Suche nach einer einfachen Möglichkeit, Daten zu visualisieren, bin ich über Metabase gestolpert. Hier meine Learnings dazu:
Metabase beschreibt sich selbst so:
Don’t be a bottleneck
Fast analytics with the friendly UX and integrated tooling to let your company explore data on their own.
Und das trifft es ziemlich gut.
Meine Anforderungen:
- Geringe Kosten
- Geringer Installationsaufwand
- On-Premise
- Einfache interne Dashboards basierend auf Datenbank-Tabellen
Metabase liefert in allen Punkten.
Die zwei großen Bereiche von Metabase
1. Business Intelligence
Hier gibt es Werkzeuge, um geschäftsrelevante Daten zu analysieren.
Beispiel aus dem E-Commerce: Metriken und Auswertungen zu Umsätzen und Bestellungen.

Die Daten werden strukturiert nach Kategorien aufbereitet.

Dazu kommen Filtermöglichkeiten nach Kriterien wie Händler oder Produktkategorien.

Als wäre das nicht bereits gut genug können wir das Dashboard in Gruppen unterteilen.


Ein einfaches Beispiel, das zeigt, wie mächtig Metabase ist.
2. Embedded Analytics
Damit lassen sich Dashboards in Webseiten einbinden.
- In der Open-Source– und Starter-Version ist das Metabase-Logo sichtbar.
- Erst ab der Pro-Version gibt es Features wie interaktive Diagramme oder Mandantenfähigkeit (User-spezifische Diagramme).
Was aus meiner Sicht fair ist.
💡 Dev-Info: Ab der Pro-Version gibt es eine React Library für die Einbindung.
Warum Metabase?
Geringe Kosten
Die Open-Source-Version ist kostenlos. Da ich aktuell nur interne Dashboards erstelle, reicht das völlig aus.
Für eingebettete Dashboards wird es spannender:
- Starter-Plan: 85 $/Monat (+ Kosten pro User, wenn >5 User)
- Pro-Plan: 500 $/Monat (+ Kosten pro User, wenn >10 User)
Geringer Installationsaufwand & On-Premise
Metabase läuft entweder über Docker oder als JAR-Datei (Java 21). Easy Setup.
Einfache interne Dashboards aus Datenbank-Tabellen
Innerhalb von 5 Minuten hatte ich ein Diagramm, das mir zeigt, wie viele Fehlermeldungen pro Tag ein System im letzten Jahr geloggt hat.
Fazit
Ich wollte Metabase einfach mal ausprobieren – und bin positiv überrascht.
Dinge, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, die aber richtig nützlich sind:
- Performant, auch bei mittelgroßen Datenmengen (>1M Rows)
- Automatisierte Reports per Slack oder Webhook
- Eigene Datenbank (PostgreSQL/MySQL) als Applikationsdatenbank nutzen
- Diagramme in Sammlungen organisieren für bessere Übersicht
- Weitere Karten-Provider wie OpenStreetMaps für Kartendiagramme einbinden
- Wir können den Update-Check deaktivieren (Call me nerd, but I like that!)
Eine weitere coole Überraschung: Beim Erstellen eines Diagramms kam die Frage auf, ob man mehrere Tabellen zusammenführen kann (Datenbank-Joins). Antwort: Ja, und es ist einfach.
Fazit-Fazit 😄
Metabase hat mich überzeugt.
Wenn du schnell Daten visualisieren willst, aber kein Grafana oder keine Tableau-Lizenz zur Hand hast – eine starke Alternative.
🔥 Goil.
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